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Die Zahl der Verkehrstoten ist in Österreich auch 2016 gesunken

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Zahl der Verkehrstoten seit 1961
Rechte: bmvit

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Investitionseuro
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Zahl der in Verkehrsunfällen getöteten Kinder seit 1992
Rechte: bmvit

Trotzdem haben im Vorjahr 432 Personen auf heimischen Straßen ihr Leben verloren, um 47 weniger als 2015. Die Verkehrsunfallstatistik 2016 der Statistik Austria zeigt eindeutig, wer am meisten gefährdet ist: Junge Männer sind nach wie vor die Risikogruppe Nummer eins. Zusätzlich enden Zusammenstöße mit schweren Lastkraftwagen (Lkw) oft tödlich und ebenso hat die Anzahl der Unfälle mit Kindern zugenommen.

Das Wunschziel ist klar: Kein einziger Verkehrstoter mehr auf unseren Straßen. Darum arbeitet das bmvit mit seinem Verkehrssicherheitsprogramm weiter an dem Ziel, bis 2020 zu einem der sichersten Länder Europas zu werden und konzentriert sich auf diese Problemfelder:

  • verschärftes Handyverbot,
  • längere Probezeit und Alkolocks,
  • strengere Kontrollen bei Lkw und
  • mehr Kindersicherheit im Auto und auf dem Schulweg.

Bereits seit vergangenem Herbst gibt es das 100-Punkte-Programm für mehr Verkehrssicherheit. Die Maßnahmen legen einen Fokus auf besonders gefährdete Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.

Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit

Führerschein-Probezeit verlängert

Drei von vier Verkehrstoten im Jahr 2016 waren Männer, bei den 20- bis 24-Jährigen sogar neun von zehn. Das Verkehrsministerium hat deshalb die Führerschein-Probezeit von zwei auf drei Jahre verlängert. Diese Regelung trat mit 1. Juli 2017 in Kraft.

Fotobeweis und Alkolocks

Das Handyverbot am Steuer kann seit Jänner dieses Jahres auch per Fotobeweis geahndet werden. Ein Verstoß dagegen wird ebenfalls mit 1. Juli in den Deliktkatalog für den Probeführerschein aufgenommen. Alkolocks verhindern ab September, dass sich Alkolenker und Alkolenkerinnen erneut betrunken hinters Steuer setzen.

Lkw-Sicherheit

Mehr Todesopfer forderten vergangenes Jahr Unfälle mit schweren Lkw. Derzeit läuft das Pilotprojekt mit dem Kamerasystem Mobileye. Es sorgt für Rundumsicht bei Bussen und Lkw und eliminiert den toten Winkel, der für kleinere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer lebensgefährlich sein kann. Zudem hat die Plattform Lkw-Sicherheit das Ziel, bei Lkw neben technischen Mängeln auch vermehrt die Einhaltung von Ruhezeiten und Gewerberecht zu kontrollieren. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt rund 270.000 Verstöße geahndet und über 30.000 Lkw die Weiterfahrt untersagt.

Kindersicherheit

Außerdem gibt es umfangreiche Maßnahmen, um Kinder im Straßenverkehr noch besser zu schützen. Ab dem Jahr 2018 fördert das Verkehrsministerium die Schul-Aktion "Co-Pilotentraining" gemeinsam mit der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA). Dabei lernen Volkschulkinder und ihre Eltern alles rund ums richtige Anschnallen. Zudem starten ab Herbst 2017 in der Steiermark und Kärnten jeweils drei Modellregionen, um den Schulweg sicherer zu machen, etwa mit Tempo-30-Zonen.

Deutlicher Rückgang bei der Anzahl der Toten

2016 verloren 432 Menschen im Straßenverkehr ihr Leben, um 47 weniger als 2015. Das ist ein Rückgang von 9,8 Prozent. Verunglückten im Jahr 1972 knapp 3.000 Menschen und Ende der 1990er-Jahre jährlich noch mehr als 1.000 Menschen auf Österreichs Straßen tödlich, so ist diese Zahl seither konsequent auf unter 500 gesunken. Im Gegensatz dazu nahm die Zahl der Verletzten im Vorjahr um 1.027 Personen zu, das bedeutet eine Steigerung um 2,2 Prozent.

(Quellen: Statistik Austria, bmvit)



Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/verkehr/strasse/sicherheit/strassenverkehrsunfaelle/statistik2016/statistik2016.html
Stand: 28.12.2017